#3 Branding: Farben und Schriften

Eine bunte Mischung ist doch was Feines? In manchen Dingen sicherlich. Aber nicht, wenn es um Farnen und Schriften für Dein Branding geht. In Wahrheit büßt Du hier mit einer bunten Mischung an Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und potenziellen Kunden ein.

Klingt drastisch? Ist aber so. Ich zeige Dir hier, worauf Du dringend achten solltest, wenn Du Deine Farben und Schriften für Dein Branding selbst festlegen möchtest.

Was Dich in diesem Blogartikel erwartet:

1. Warum Farben und Schriften festlegen?

2. Was machen Farben und Schriften mit Deinem Branding?

3. Farbpsychologie und Schriftkombination

4. Tipps zum Festlegen Deiner Farben und Schriften

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Warum Farben und Schriften festlegen?

Ganz kurz mal: Was ist Branding?
Branding ist nicht nur Dein Logo, Deine Farben, Deine Schriften oder Dein visueller Auftritt. Dein Branding ist alles, was zu Deinem Business gehört. Es formt in den Köpfen Deiner Kunden ein ganz bestimmtes Bild von Dir. Branding ist die ganze Strategie, die dafür sorgt, dass Deine idealen Kunden sich von Dir verstanden fühlen. Dein visuelles Auftreten, Deine Kommunikation, Deine Werte, Deine Geschichte etc. Branding bleibt nicht nur im Kopf, sondern im Herzen.

Deine Farben und Schriften sind also nicht alles. Aber ein wichtiger Teil des Großen Ganzen. Wie Du sicher weißt, können Farben oder Schriftarten bestimmte Emotionen in uns hervorrufen. Wir assoziieren schon so vieles mit den einfachsten Dingen.

Deshalb solltest Du gut überlegen, was Du hierbei auswählst. Denn es geht um das Gefühl, dass Deine Kunden von Dir haben, wenn sie auf Dein Business treffen. Um den ersten Eindruck. Denn der erste Touchpoint ist in vielen Fällen visuell. Also beinhaltet dieser auch Deine Farben und Schriften.

Der wichtigsten Tipp vorab:

Richte Deine Farben und Schriften nicht nach Deinen persönlichen Vorlieben aus. Richte sie nach Deinen idealen Kunden aus.

Was machen farben und Schriften mit deinem Branding?

Ein einheitliches Auftreten mit Deinen Farben und Schriften strahlt zunächst einmal Kontinuität aus. Das erweckt direkt einen professionellen Eindruck. Professionell heißt dann also auch vertrauenswürdig.

Das genaue Gegenteil passiert aber auch, wenn Du zum einen total unpassende Farben und Schriften wählst. Oder wenn alles bunt gemischt ist. Deine Social Media Posts sind grün, Deine Webseite wiederum blau. Das sorgt für Verwirrung und dem Gefühl, hier gerade falsch zu sein.

Was heißt es, wenn ich von „unpassenden“ Farben und Schriften spreche? Beispiel: Du arbeitest in der Baubranche. Deine Lieblingsfarbe ist aber pink. Das ist auch völlig cool, wenn Du aber so nach draußen gehst, kann sich niemand mit Deinem Auftreten identifizieren. Deine Betrachter sind unter Umständen sogar verwirrt. Oder Du wählst dann völlig schnörklige Schriftarten, die schwer zu lesen sind, was denselben Effekt hat. Deshalb solltest Du Deinen Auftritt nicht mit Elementen bestücken, die DIR gefallen. Sondern damit Deine KUNDEN ansprechen.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Deine Farben und Schriften sind oft ein wichtiger Teil des ersten Eindrucks von Deinem Business. Deine Farben und Schriften können sich außerdem zu einem sehr markanten Wiedererkennungswert entwickeln.

Manchmal reicht schon nur eine pinke Fläche und schon haben wir die Telekom im Kopf. Ist das Zufall? Nein. Und das kannst Du auch mit einem einheitlichen, sich wiederholenden Auftritt schaffen.

Letztlich sind Deine Farben und Schriften, Dein Logo, Deine Post-Designs, Deine Kommunikation, Deine Geschichte etc. ein großes Team. Es ist wichtig, dass Dein Team in allen Dingen zusammen spielt. Nicht gegeneinander.

Farbpsychologie und Schriftkombi:

Farben auswählen:

Also, oberste Regel: richte Dich nach Deinen Kunden, nicht nach Deinen persönlichen Vorlieben. Dabei hilft Dir beispielsweise ein Blick auf die Farbpsychologie. Du findest eine Auflistung in diesem Blogbeitrag: #1 Design und die Macht der Psychologie

Diese Liste ist eher eine allgemeinere Regelung und es gibt sicher auch Ausnahmen. Aber trotzdem bietet sie Dir einen guten Richtwert. Eine Richtung, mit der Du starten kannst. Um ein besseres Gefühl für die Farbpsychologie zu bekommen, solltest Du auch einmal Deine Fühler ausstrecken. Schau Dich um. Wie sind die Unternehmen aus Deiner Branche farblich aufgestellt? Sind Muster erkennbar? Warum?

Schau Dir auch andere Zusammenhänge zwischen Farbe und Branche an. Beispielsweise greifen Versicherungen gerne zu der Farbe blau. Weil blau eine Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit ausstrahlt. Diese Dinge sind eine der wichtigsten Grundlagen, wenn es um Versicherungen geht.

Cognifit ist dabei noch sehr toll auf das Thema Farbpsychologie eingegangen: Farbpsychologie: Wie beeinflussen uns Farben und was bedeuten sie?

Schriften auswählen:

Du hast sicher schon von den verschiedenen Schrifttypen gehört. Die drei wichtigsten sind wohl Serif, Sans-Serif und Handwriting. Diese drei Schrifttypen haben je auch wieder ganz verschiedene Möglichkeiten, eine gewisse Wirkung zu erzielen. Denke auch hier immer an Deine Kunden. Welchen Eindruck sollen sie von Deinem Business haben?

Serif
Wirken klassisch, hochwertig, literarisch und sind gut lesbar, da unsere Augen sehr an Serifenschriften gewöhnt sind.

Sans Serif
Wirken modern, klar, strukturiert und sind immer gut lesbar.

Handwriting
Wirken dekorativ, modern, persönlich und sind in langen Texten schlecht lesbar. Daher solltest Du sie lieber als Akzent/Eyecatcher in einer Überschrift nutzen.

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Super! Du weißt, wie die Schrifttypen wirken können. Dann solltest Du aber nicht wie verrückt, verschiedenste Schriften zusammenwerfen. Es gibt auch hier Grundsätze für die Kombination verschiedener Schriftarten.

Hier die zwei bekanntesten:

  • Schriftarten, mit sehr großem optischen Unterschied.
  • Schriftarten aus einer Familie. Beispielsweise hat die Lucida viele Schriftschnitte.

 

Du willst mehr erfahren? Du hast Probleme beim Finden Deiner passenden Farben und Schriften? Dann nehme ich Dich in meinem kostenfreien, 6-tägigen E-Mail Kurs an die Hand. Am Ende des Kurses hast Du unter professionellen Aspekten Deine Farben und Schriften gefunden!

Tipps zum Finden Deiner Farben und Schriften

1. Richte Deine Farben und Schriften nach Deinen idealen Kunden aus. Nicht nach Deinen persönlichen Vorlieben.

2. Tritt immer und überall einheitlich auf: Wenn Du Deine Farben und Schriften hast, dann verwende sie immer und überall. Also auf der Webseite, sowie auf Social Media etc.

3. Lege dir ein Regelwerk fest mit Deinen Farben und Schriften. So nutzt Du für für Überschriften beispielsweise immer dieselbe Schriftart. Oder Buttons haben bei Dir immer genau diese eine Farbe etc. Keine Panik, dieses Regelwerk wächst mit der Zeit.

4. Wähle nicht mehr als maximal 4 Farben und 4 Schriftarten. (Echt jetzt, allerhöchstens!)
Je weniger, desto besser.

5. Keine Trends! Wähle Dein gesamtes Auftreten immer zeitlos! Nur weil Handlettering jetzt so trendy ist, solltest Du eine Handschrift nicht deshalb zu Deiner Hausschrift ernennen. Wenn der Trend vorbei ist, sieht Dein Business altmodisch aus. Dein Auftritt sollte niemals vergänglich sein.